Thermoelemente

Ofentür, Drosselklappe, Frischluftzufuhr, Aschekasten, etc.
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DerHenkelmann
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Thermoelemente

Beitrag von DerHenkelmann » 6. Mai 2010, 01:12

Hallo zusammen,
hat sich von Euch schon jemand mit diesen Thermoelementen beschäftigt?
Bild
http://thefoodgeek.com/equipment/a-most ... e-addition
Die Ovencrafters :arrow: http://www.ovencrafters.net/catalog.htm haben dafür Sets im Katalog.
An welchen Punkten würdet Ihr die Messsonden einbauen?
Bild
vgl./siehe unterer Link

Die können dann sogar im Ofen verbleiben.
Bei Forno Bravo werde ich wegen technischem Fachenglisch nur unzureichend informiert.
In internationalen Foren, gibt es schon vermehrt Nutzer.
http://sourdough.com/blog/sheryl/thermo ... ment-11516

Grüsse Der Henkelmann
Tom
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bbq870
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Re: Thermoelemente

Beitrag von bbq870 » 6. Mai 2010, 14:31

ich würde einen messfühler im boden platzieren
dem anderen außerhalb, über der kuppel (zw kuppel und dämmung) damit ich sehe, wann die steine aufgeheizt/durchgeheizt sind

welches messgerät nimmt man dafür? jedes beliebige?
diese selbstgebauten fühler sehen vielversprechend aus, denn man kann sie sogesehen "unzerstörbar" machen.
gekaufte fühler gehen bei 200° kaputt...also nix für die ewigkeit
blöd ist, wenn sie eingebaut sind und hops gehen.


uwe

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DerHenkelmann
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Re: Thermoelemente

Beitrag von DerHenkelmann » 6. Mai 2010, 17:36

Die Messfühler je nach Modell, können wesentlich höhere Temperaturen aushalten.
Ich wollte unten mindestens 2-3 Fühler anbringen, um wie die meisten ein besseres Verständnis für meinen Ofen zu bekommen,
wo sind Temperaturschwankungen, wo sollte kein Brot hin, wie lange hält sich die Wärme, wo und wann ist genügend da usw.
Die Messfühler bei Conrad haben schon in der Preisgruppe um die 12€ je Stück einen Temp. Bereich von-200° bis + 1100° C
da ist also bei 200 noch lange nicht Schluss...
http://www.sensorshop24.de/Temperaturfuehler/
Ich dachte eine im Türbereich zur Kontrolle der Kältebrücke und dann in die Himmelsrichtungen verteilen, links, rechts, mittig, hinten?
Und eine um die Oberhitze abschätzen zu können.

Als Messgerät würde mir sowas reichen http://www.conrad.de/ce/de/product/1008 ... ER/0510031
Fühler haben die auch, ich habe eine Firma angefragt die bei den Fühlern mehr Auswahl haben.
http://www.thermo-sensor.de/elemente.html
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hopf
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Re: Thermoelemente

Beitrag von hopf » 9. Mai 2010, 10:34

hi,
ja die Überwachung des Ofens macht damit bestimmt mehr Spaß ;-)
hab ich auch schon mal darüber nachgedacht. Wollte allerdings
alles soweit es geht selbst bauen. Ganz "einfach" mit Thermofühlern
(z.B. PT-100) und nen Atmelmega-32 steuern ist zwar etwas übertrieben
aber mehr hilft mehr. Und ist dann auch für nen armen Studenten preislich
noch im Rahmen. Was ich aber auf jeden Fall integrieren würde ist eine
Schnittstelle zum Laptop, zum archivieren der Daten.
Was mir noch Probleme macht ist eine Methode um die Abgasgeschwindigkeit
im Schornstein zu messen da hab ich noch keine Idee wie ich das
preiswert lösen könnte.

Halt uns auf dem laufenden wie es weitergeht.

Gruß Hopf

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Franz Ose
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Re: Thermoelemente

Beitrag von Franz Ose » 9. Mai 2010, 16:02

An alle potentiellen Backofenbauer,


Keine Angst und lasst euch nicht abschrecken
Man kann einen Backofen auch bauen, ohne ihn zwingend mit dem Hauptserver des Hauses zu vernetzen.
Angeblich sollen unsere Vorfahren und alle die, die auch noch heute mit so einem Stein-zeitofen backen ,sogar ohne Thermometer ausgekommen sein.
Nichts gegen ein paar Spielerein und meinetwegen könnt ihr auch
Hefebakterien auf ihre Fähigkeit zur Säurebildung aus Kohlenhydraten unter oxischen und unter anoxischen Kulturbedingungen untersuchen.
Aber ihr da hinter den Bildschirmen, die ihr am Überlegen seit, ob ihr euch auch so einen Ofen baut:
Freunde: es geht auch einfacher.
Bild

Haste kleene Hände, brauchste weenich Teich, bäckste kleene Breetchen, wirste eher reich. (Sachsen´s Kultkomiker Eberhardt Cohrs)

hopf
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Re: Thermoelemente

Beitrag von hopf » 10. Mai 2010, 13:47

hi Franz Ose,
na klar gehts auf einfacher aber muss ja nicht unbedingt.
Man kann auch einfach sein Brot/Braten/Pizza/ im normalen
Küchenofen backen geht auch einfacher.
Aber man muss nicht! und wenn man nur immer nach dem
einfachen strebt und nie den schweren Weg einschlägt
wird man sich wohl nicht entwickeln. ;-)

Ne mal im Ernst, Spielerein hin oder her wenn es etwas hilft
und der Bau noch dazu Spaß macht spricht wohl nichts dagegen.
Hinzu kommt noch der Lerneffekt beim Bau kann gar nicht sagen
wie froh ich bin das ich etwas Praxis durch solche "Spielerein"
in meiner Freizeit gelernt habe und jetzt damit einen Vorteil in
der Uni habe.

Gruß Hopf

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Re: Thermoelemente

Beitrag von Dinete » 10. Mai 2010, 14:56

Vorteile? verteilst Du etwa vor den Klausuren Brot an der Uni :D

Grüssle Dinete

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Re: Thermoelemente

Beitrag von bbq870 » 10. Mai 2010, 15:01

ich glaube daß man gar nicht sooo viele mess-sonden benötigt, sonst kommt man unter 8 stck im innenraum gar nicht weg.
+ nochmal 2-3 an den restlichen stellen
BRAUCHT man das wirklich?

imho reicht 1 gscheites IR-thermometer, damit ist die gesamte backfläche abgedeckt (meinetwegen eins bis 1200° das kann man auch zum töpfern und messing-guss verwenden)
und eins in der tür.

denn man sollte die wärme eh erst mal ruhen lassen, bis sich die steine gleichmässig aufheizen.
schnell, schnell geht da gar nicht.

deshalb würde ich, wenn ich messsonden einbaue, eine unter der backfläche und eine über der kuppel platzieren.
den rest mess ich mit IR und mit dem zeiger-thermometer daß in den backraum reicht.

uwe



obwohl: die rauchgas-temp würde ich schon gern wissen
:?
ich geb´s auf....männer BRAUCHEN spielzeug
und DAS wird keine frau verstehen.....5 thermometer (!) in 3 ausführungen


ps
und das bratenthermometer nicht vergessen. man mus ja wissen wann die 56° im steak erreicht sind

also 6 stck?

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Franz Ose
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Re: Thermoelemente

Beitrag von Franz Ose » 10. Mai 2010, 19:18

... wie hoch die Rauchgastemperatur ist würde mich auch interessieren.
Bild

Haste kleene Hände, brauchste weenich Teich, bäckste kleene Breetchen, wirste eher reich. (Sachsen´s Kultkomiker Eberhardt Cohrs)

Brotbaecker

Re: Thermoelemente

Beitrag von Brotbaecker » 10. Mai 2010, 22:28

Hallo Backofenfreunde,

an anderer Stelle habe ich mich zum Thema schon einmal geäußert. Natürlich kann man heute mit modernster Technik Dinge im Backofen messen, von denen die Meisten von uns gar nicht wissen, dass es sie gibt! Wer das möchte und technisch auf dem Stand der Moderne ist, der soll es doch auch gerne tun! Problematisch dabei ist nur, dass man mit diesen Diskussionen Leute, die einfach nur einen Backofen bauen wollen verunsichert. Ich habe schon durch verschiedene Anfragen feststellen müssen, dass dann manche denken, das müsste unbedingt Standard - Messfühler ohne Ende - sein!
Natur beobachten, Erfahrungen sammeln, auswerten und für das Betreiben des eigenen Ofens die richtigen Schlüsse ziehen! Das ist das Rezept, mit dem man einen traditionellen Steinbckofen zu bedienen lernt. Also haltet ein und bleibt bei der Tradition: ein Handvoll Mehl auf die Backraumfläche und man weiß, ob das Brot eingeschossen werden kann.
Wem das zu wenig ist, der soll einen Elektroherd nehmen, da gehts einfacher!
Herzliche Grüße sendet Der Brotbaecker

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Re: Thermoelemente

Beitrag von hopf » 12. Mai 2010, 12:35

Hi,
ja klar keiner will die "Mehlprobe" ersetzen und deshalb hab ich sie selbst noch in
der Berufschule gezeigt bekommen.
Aber ein paar unnötige Spielereien sind schon schoen. Denn Ohne den Gefallen
an solchen Spielereien hätte ich wohl auch nie einen Holzofen gebaut.
gruß

hopf
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Re: Thermoelemente

Beitrag von hopf » 12. Mai 2010, 12:36

Dinete hat geschrieben:Vorteile? verteilst Du etwa vor den Klausuren Brot an der Uni :D

Grüssle Dinete
ne ne meinte mit Vorteilen die Dinge die ich daheim beim z.b. Elektronik basteln gelernt habe.

Brotbaecker

Re: Thermoelemente

Beitrag von Brotbaecker » 16. Mai 2010, 13:16

Hallo Freunde,
wie sagte schon der Alte Fritz sagte: "Jeder soll nach seiner Façon selig werden!"
Feinmechaniker bauen sich ein Uhrwerk, Traditionalisten etwas auch ohne Strom funktionierendes!
Man muss es halt nur ordentlich kenntlich machen, damit Neueinsteigern die technische Unmöglichkeit der Realisation nicht von Vornherein derart ins Auge sticht, dass sie der Meinung sind - aufgrund der vermeintlich notwendigen Elektronik - Abstand vom Ofenbau nehmen zu müssen!
In diesem Sinne,
den Bastlern gutes Gelingen und allen anderen einen funktionierenden Ofen wünscht der Brotbaecker :D

Umberto
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Re: Thermoelemente

Beitrag von Umberto » 6. Jun 2012, 13:54

Hallo,

gibt es zu dem Thema digitale Temperaturanzeige schon neue Erkenntnisse?
Bin grad auch am überlegen, einfaches Bimetalthermometer oder elektronisch, aber dann mit 6 Messfühler.
Sollte eigentlich nicht so teuer sein.
Das Problem ist eher wie verpack ich die Sensoren damit sie nicht verbrennen.

Thomas

andreas
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Re: Thermoelemente

Beitrag von andreas » 8. Jun 2012, 09:07

Hi!

@all: Ich glaube, ob man High-Tech einbaut oder nicht, ist wurscht und jedem selbst überlassen. Ich hatte auch überlegt, einen Sensor einzubauen. Was habe ich gemacht: einfach ein kleines dünnes Rohr vorgesehen. Wenn ich mal Lust habe, mache ich es. Jetzt Temperaturprofile an verschiedenen Punkten zu messen, ja warum nicht. Ich glaube aber nicht, dass die Backergebnisse besser werden. Dann müsste man schon Regelkreise für z.B. Frischluftzufuhr, Kältekreisläufe zum Einstellen der optimalen Temperatur einbauen etc. Man heizt ja mit Holz ;-)

Mal im Ernst: was zählt bei so einem Bauprojekt?
Der eigene Erfolg, Stolz, dass das, was man sich vorgestellt hat, auch erreicht hat. Vielleicht auch Anerkennung und Neid anderer. Aber das wichtigste:

ES MUSS SCHMECKEN!


P.S. Von Design her müsste ein Backofen mit Yagi-Antenne doch echt cool aussehen, oder? An die Teccies: ist ein Joke bin selbst ein kleiner Teccie)

Umberto
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Re: Thermoelemente

Beitrag von Umberto » 8. Jun 2012, 09:41

ha, Andreas da hast du schon recht.
Es läuft ja auch mehr unter Spielerei.
Ich habe jetzt günstiges Display und Sensoren bis 1300°C gefunden

http://www.ebay.de/itm/High-Temperature ... 1841wt_954

http://www.ebay.com/itm/ws/eBayISAPI.dl ... gory=58278

Aber ich machs jetzt doch nicht. Habe mir ein normales Bimetall Termometer bestellt.
Werde mir aber noch so ne Laser-Temperatur-Gerät kaufen. Da kann ich dann mal messen und es aber auch für andere Dinge verwenden.

Thomas

jojoke
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Re: Thermoelemente

Beitrag von jojoke » 8. Jun 2012, 10:48

Hallo,
beim Aufheizen messe ich in der oberen Kuppel die Schamotttemperatur. Bei 350°C beende ich das Heizen.
Dadurch habe ich immer die gleiche Ausgangsbasis.
Nach dem Abstehen messe ich mit einem Infrarottermometer die Bodentemperatur.
Gruß jojoke

Umberto
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Re: Thermoelemente

Beitrag von Umberto » 8. Jun 2012, 11:07

hi jojoke,
misst du wenn die Flammen noch hochschlagen?
wie hoch ist die Bodentemperatur wenn du mit dem Backen anfängst?
Brot / Pizza?

jojoke
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Re: Thermoelemente

Beitrag von jojoke » 9. Jun 2012, 08:41

Hallo Umberto
Die Sonde steckt in einer Metallröhre und ist mittig im Schamottgewölbe eingebaut. Flammenkontakt besteht also nicht. Zuerst backe ich Baquette auf Blech und Backpapier. Die Bodentemperatur beträgt dann 270°C. Nach einer 1/2 Std kommt dann das Mischbrot direkt auf den Schamottboden bei ca 230°C.
Diese Vorgehensweise hat sich in ca 5 Jahren herausgebildet und bewährt.
Gruß jojoke

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Re: Thermoelemente

Beitrag von Umberto » 9. Jun 2012, 09:30

Hallo jojoke,

hört sich interessant an. Ich bin ja noch am bauen des Ofens. Denke dass ich bis in 4 Wochen soweit bin dass ich backen kann. Informiere mich schon mal wie das funktioniert um eine Ahnung zu bekommen.
Wo gibt es deine Rezepte?
Danke
Thomas

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