Hilfe Ofentüre - Größe

Ofentür, Drosselklappe, Frischluftzufuhr, Aschekasten, etc.
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Hardy
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Hilfe Ofentüre - Größe

Beitrag von Hardy » 4. Dez 2011, 21:23

Hallo,

ich kann eine Ofentüre aus einem alten Backes bekommen und frage Euch um Rat.

Die Türe ist: 34 cm breit, in der Mitte 22 cm hoch und an den Seiten 17,5 cm hoch.

Will in dem Ofen später keine ganze Sau reinschieben, sondern Brote Backen und Kochgeschirr einschieben. Ist die Türe geeignet oder soll ich lieber nach was Größerem suchen ?

Danke für Eure Tipps.
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Löwenstern
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Re: Hilfe Ofentüre - Größe

Beitrag von Löwenstern » 4. Dez 2011, 22:01

Hallo Hardy,

die Tür hat zwar keine XXL Maße aber sie ist aus Guß! wenn du eine große Türe aus Stahlblech nehmen würdest kannst du zwar eine Spansau reinschieben ....aber die Haltbarkeit einer Stahlblechtür ist einige Jahrzehnte geringer als bei einer Gußtür.......
Ich bin selber Metallbauermeister ich weiß wovon ich spreche!
Sei froh das du so ein tolles Teil dein eigen nennen kannst.
Passende Backbleche für deine Tür, sind für wenige € bei jedem Matallbauer auch kurzfristig zu bekommen.

Gruß Thomas
Feuer entzünden,
gemeinsam Teig kneten und backen-
mit Freunden genießen !
......was gibt es Schöneres ?

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cum-pane
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Re: Hilfe Ofentüre - Größe

Beitrag von cum-pane » 4. Dez 2011, 22:10

Hallo Hardy,
die Türhöhe ist an sich okay. Die Breite etwas knapp, wenn Du Bleche in den Ofen schieben willst. Also würde ich erstmal meine Backbleche messen.
Abgesehen von diesen Aspekten gibt s eine Studie von Boily and Blanchette; "The Bread Ovens of Quebec". Die beiden haben bei ihrer Untersuchung festgestellt, das Öfen mit einer Türhöhe von 67% (der inneren Kuppelhöhe), die besten Ergebnisse lieferten. Demnach würde ein Ofen mit einer Brennraumhöhe von ca. 33cm perfekt zu der Tür passen. Es ist die einzige mir bekannte Studie, die eine große Zahl von Öfen vermessen und beurteilt hat. Ich habe mich danach gerichtet und bin sehr zufrieden mit meinen Backöfen.
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Hardy
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Re: Hilfe Ofentüre - Größe

Beitrag von Hardy » 4. Dez 2011, 22:26

Danke für Eure wertvollen Tipps.

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Re: Hilfe Ofentüre - Größe

Beitrag von Ditscher » 4. Dez 2011, 23:19

moin hardy
wie ich es sehe ,wird die tür von außen angeschlagen.
somit hast du kein tiefes mundloch und du kannst alles
noch gut erreichen,obwohl die öffnung nicht sehr groß ist.
grüße ditscher
Bescheidenheit, Bescheidenheit, verlass mich nicht bei Tische, und gib, dass ich zur rechten Zeit, das größte Stück erwische.

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Hardy
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Re: Hilfe Ofentüre - Größe

Beitrag von Hardy » 5. Dez 2011, 11:35

Hallo Leute,

ich habe es mir hin und her überlegt und komme zu der Erkenntnis, daß die Türe zu klein ist. Ich suche und plane mal weiter.

Danke für Eure Infos.

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cum-pane
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Re: Hilfe Ofentüre - Größe

Beitrag von cum-pane » 6. Dez 2011, 08:07

Hallo Hardy,
vielleicht erst nochmal einen Gang zurückschalten: Was für eine Ofenform planst Du denn? Die meisten Holzbacköfen auf diesem Planeten dürften runde Kuppeln haben. Wenn es dann auch noch einen Schornstein im vorderen Bereich gibt, ist eine richtige Tür, mit Bändern, überhaupt nicht nötig. Selbst Luxus-Hersteller wie http://www.earthstoneovens.com/residential_ovens.shtml haben nur Türen zum Anstellen. Ich verwende sogar nur eine Hartholz-Tür zum Anstellen und komme seit 2007 prima damit zurecht. Vor dem Brotbacken schwimmt sie manchmal im Regenfass und erspart mir das Schwaden der Brote. Die Öfen von Kiko Denzer, losangelesovenworks und fornobravo haben übrigens auch alle keine "Türen". Trotzdem ist alles möglich: Pizza, Brot, Rösten, Braten und Grillen. Das Buch mit DVD Cooking with fire von Maurice Sabbagh Yotnegparian ist übrigens sehr zu empfehlen. Im Video wird die Verwendung der Anstelltür schön gezeigt, dazu sehr gute Rezepte. Bei forno bravo gibt es unter pompejiioven (download) gute Gründe für die runde Ofenform.
Abschließend noch ein Bild von meiner Lösung.
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Hardy
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Re: Hilfe Ofentüre - Größe

Beitrag von Hardy » 6. Dez 2011, 17:31

Hallo Cum-pane,

danke für Deine Antwort. Ich beschäftige mich eigentlich schon im 3. Jahr mit dem Bau eines Ofens. War dann noch einmal auf Eis gelegt, denn meine Frau hat absolut kein Verständnis dafür. Nun bin ich öfter in Spanien und träume davon mir richtiges Brot zu backen und natürlich die eine oder andere leckere Sache. Das Backen im "Horno de Lena" also Holzofen ist in Spanien sehr verbreitet wobei die mit allem noch einmal rustikaler umgehen. Da habe ich schon alles Mögliche gesehen. Ist ja auch ein anderes Klima.
Weil die Baustelle in Spanien ist, muß ich mich da auch etwas nach der Decke strecken. D.h. Baumaterial vor Ort nehmen oder alles runterkarren. Ich habe schon 1,2 to. Speichersteine unterschiedlichester Formate von 3 Nachtspeicheröfen unten, sowie die Steinwolle davon. In einem anderen Forum hat man mir davon abgeraten wegen dem Asbest. Hier im Forum habe ich aber gelesen, daß z.B. unser Admin seien Ofen damit gebaut hat. Ich denke ich kann die Steine schon verwenden, werde lediglich im Backraum selbst darauf verzichten. Somit hätte ich das "Food-Contact-Issue" auch gelöst.
Speichersteine vor Ort in Spanien
Auch mit der Türe bin ich mir noch nicht schlüssig. Viel hängt natürlich von der Form ab. D.h. eigentlich von der Bauart. Lehmofen, Ziegelofen, Fertigteilofen etc. Die Einstelltüre ist mir bekannt, auch die Vor- und Nachteile. Habe zumindest bei Jan Pütz über den Lehmofen gelesen und dort wird auch so gearbeitet.

Ich gehe nun wie folgt vor. Werde mich vor Ort mal schlau machen, was es außer dem Fertigofen von http://www.hornosdelena.com/ noch gibt. Dort gibt es zumindest auch relativ Preiswert die Bauteile.

Wir haben einen Ort der sehr bekannt ist für Keramik. Es gibt dort einige Tonfabriken. Ich denke dort kann ich mal schauen ob ich entweder Lehm bekomme um einen Lehmofen zu bauen. Damit wäre der Form keine Grenze mehr gesetzt und ich könnte eine liegende Birne in die vorhandene Ecke zaubern, dann wohlmöglich auch sehr konsequent als Lehmbackofen - wie bei Dir.

Alternativ wäre vielleicht auch der Bausatz aus Polen für mich eine Lösung. Die Teile sind preislich und vom Gewicht attraktiv. Ich muß mein Material nämlich 35 Stufen runter ins Grundstück tragen.

In meinem anstehenden Arbeitsurlaub werde ich, wenn es das Wetter zulässt die Unterkonstruktion und die Platte mauern. D.h. 2 Halbkreisbögen, darauf dann eine 16 cm, armierte Betonplatte. Daneben die Zubereitungstheke mit Wasserstelle etc. Wenn ich das in den nächsten 3 Monaten fix und fertig habe reicht es erst einmal. Dann baue ich im Herbst weiter.

Also nochmals Danke für Deine Gedanken. Die angehängten Links und das Lesematerial schaue ich mir genau an.
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