Frage zur Gängigkeit der Drosselklappe im Kamin

Ofentür, Drosselklappe, Frischluftzufuhr, Aschekasten, etc.
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Hans22
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Frage zur Gängigkeit der Drosselklappe im Kamin

Beitrag von Hans22 » 17. Feb 2011, 10:12

Hallo zusammen,
heute komme ich auch mal wieder mit einer Frage an die Erfahrenen unter Euch.
Ich will ja demnächst den Kamin hoch mauern und damit dann auch die Drosselklappe endgültig "versenken" (siehe Bilder unten).
Die Drosselklappe befindet sich auf einer 10er Stange, die lose in einem eingemauerten Rohr entsprechenden Durchmessers läuft.
Sie lässt sich derzeit quasi mit zwei Fingern drehen.
Nun habe ich mir überlegt, ob es evtl. sinnvoll wäre, dort mittels eines Federmechanismus außen am Kamin eine Zugkraft aufzubringen, so dass die Drosselklappe von außen etwas gegen die Unterlagscheibe an der Kamin-Innenwand links gezogen wird und somit schwerer läuft und definitiv da stehen bleibt, wohin sie eingestellt ist. Eine Art Reibungsbremse also.
Was meint Ihr dazu? Ist das erforderlich, die Klappe schwergängiger zu machen oder bleibt die im Betrieb ohnehin so stehen, wie man sie eingestellt hat, auch wenn sie ganz leichtgängig läuft? Wenn letzteres der Fall ist, würde ich mir die Konstruktion nämlich sparen.
Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt...

Grüßle,
Hans
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Grüßle,
Hans

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cum-pane
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Re: Frage zur Gängigkeit der Drosselklappe im Kamin

Beitrag von cum-pane » 17. Feb 2011, 15:53

die gekauften 3/4 Drosseln an den handelsüblichen Kaminofenrohren haben eine Feder auf der Achse. Thermisch belastete Schrauben neigen dazu sich zu lockern. Bei meinem Tuscan Grill muss ich immer die Beine nachziehen, wenn ich ihn aus dem Ofen hole. Deshalb würde ich etwas sichern, weil es ja fast keinen Aufwand verursacht. Wichtiger ist aber das die Position Deines Hebels eindeutig und verdrehsicher die Position der Klappe anzeigt.
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Re: Frage zur Gängigkeit der Drosselklappe im Kamin

Beitrag von Ditscher » 17. Feb 2011, 19:53

moin hans
bau dir doch einen anschlag(ev.bolzen im mauerwerk)und belaste
die eine seite deiner drossel mit einem kleinen gewicht,dann
müßte sie fast selbstständig schließen
grüße ditscher
Bescheidenheit, Bescheidenheit, verlass mich nicht bei Tische, und gib, dass ich zur rechten Zeit, das größte Stück erwische.

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Re: Frage zur Gängigkeit der Drosselklappe im Kamin

Beitrag von il Forno » 17. Feb 2011, 20:57

Hallo Hans,
Cum-pane hat recht, erwärmtes Metall verhält sich anders. Nur würde ich nicht so weit gehen wie Ditscher, weil es dann nur zwei Klappenstellungen gäbe: zu (wenn das Gewicht die Klappe an den Anschlag drückt) und auf (wenn Du den richtigen Moment eingestellt hast, indem die Drosselklappe senkrecht steht und das Gewicht so ausbalanciert ist, das die Klappe nicht wieder zufällt).
Ich habe Dir einen Vorschlag, den Du auch nachher noch anbringen könntest, wenn der Kamin fertig ist:
Du brauchst dazu zwei Unterlegscheiben (mit dem Innendurchmesser=Wellendurchmesser) und die besagte Feder.
Die erste Unterlegscheibe wird von der Feder an die Außenseite deines Kamins gedrückt und sorgt als Endanschlag dafür, das sich die Feder durch etwaige Rotation der Welle nicht in den Kaminputz kratzt. Die zweite Unterlegscheibe ist quasi der Anschlag der Feder, von wo sie sich gegen die Unterlegscheibe am Kamin abdrücken kann. Diese U-Scheibe musst Du aber mit ein oder zwei Schweißpunkte auf deiner Drosselklappenwelle fixieren. Zur Schweißung ziehst Du die Feder mit Draht zusammen, nachdem Du den dir genehmen Anpressdruck eingestellt hast, in dem Du die zu schweißende Scheibe im entsprechenden Abstand zum Kamin "eingemessen" hast. Wenn Du nun den Draht von der Feder löst, geht sie auf Spannung und drückt nun die Welle "aus" dem Kamin heraus, was nun zu einer gewissen Verdrehhemmung führt.
Ich hoffe, das Du meine Beschreibung verstehen kannst.
Passt so was in deine Vorstellung?
Gruß Frank
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Re: Frage zur Gängigkeit der Drosselklappe im Kamin

Beitrag von Ditscher » 17. Feb 2011, 21:34

ich würde keine feder einbauen,irgendwann wird die nicht mehr funktionieren.
man könnte aber auf der außenseite eine art rasterstellung konstruieren.
mit einem halben anschlag im mauerwerk eingelassen würde man auch die
hitze besser halten.
grüße aus hamburg ditscher
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Re: Frage zur Gängigkeit der Drosselklappe im Kamin

Beitrag von Ditscher » 17. Feb 2011, 22:07

moin
habe erst jetzt geschnallt was il farno dachte,geht natürlich auch.
grüße
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Re: Frage zur Gängigkeit der Drosselklappe im Kamin

Beitrag von Ditscher » 17. Feb 2011, 23:26

noch ne idee
ein blech was allseitig 1cm. aufliegt dementsprechend ummauern, zum schieben.
dazu müsstest du aber deine mühsam gebaute drossel entfernen.hat aber den
gut schließenden vorteil.
ditscher
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Hans22
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Re: Frage zur Gängigkeit der Drosselklappe im Kamin

Beitrag von Hans22 » 18. Feb 2011, 08:59

Hallo zusammen,
cum-pane hat geschrieben:die gekauften 3/4 Drosseln an den handelsüblichen Kaminofenrohren haben eine Feder auf der Achse. Thermisch belastete Schrauben neigen dazu sich zu lockern....
cum-pane
Hallo cum-pane,
danke für die Info (hätte ich auch selbst raus finden können... :roll: ).
Ditscher hat geschrieben:moin hans
bau dir doch einen anschlag(ev.bolzen im mauerwerk)und belaste
die eine seite deiner drossel mit einem kleinen gewicht,dann
müßte sie fast selbstständig schließen
grüße ditscher
Hallo Ditscher,
mir ging es nicht darum, die Klappe selbständig schließen zu lassen, sondern darum, dass sie genau sa stehen bleibt, wie ich sie eingestellt habe.
il Forno hat geschrieben:Hallo Hans,
...
Ich habe Dir einen Vorschlag, den Du auch nachher noch anbringen könntest, wenn der Kamin fertig ist:
...
Gruß Frank
Hallo Frank,
genau so hatte ich das auch ausgedacht, nur nicht mit fest geschweißter Scheibe, sondern mit einem Wellen-Sicherungsring und U-Scheibe, dann kann ich später auch mal alles demontieren, wenn es nicht funktionieren sollte.

So viele Antworten ... vielen Dank Euch allen!
Ich weiß jetzt, wie ich es machen werde, bzw. dass ich mit so einem Feder-Mechanismus sichern werde.
Bilder folgen dann im Frühjahr, wenn es soweit ist...

Grüßle,
Hans
Grüßle,
Hans

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