Kalksandsteine schneiden

Fundamente, Sockel
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le77st
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Kalksandsteine schneiden

Beitrag von le77st »

Hallo zusammen!

Ich werde wohl nächste Woche das Fundament für meinen Ofen erstellen und dann geht es mit dem Mauern los... dazu hätte ich einmal eine Frage an die Fachleute. Ich werde wohl einige Steine schneiden müssen. Ich überlege mir eine richtige Steinsäge (Nassschneider) zu besorgen und sie anschließend wieder zu verkaufen. Die Kosten hierfür sind aber zunächst einmal nicht ohne. Funktioniert das Schneiden mit einer Flex denn so gut, dass ich auf einen Nassschneider verzichten kann, oder wäre es eine lohnenswerte Investition?? Da ich noch nie Steine geschnitten habe, kann ich die Defizite einer Flex nicht so richtig einschätzen. Wie habt ihr denn eure Steine geschnitten!

Und dann noch eine Frage zum Fundament: Ich habe jetzt etwas ausgeschachtet und eine Schalung für eine 15cm Fundamentplatte vorbereitet. Zusätzlich habe ich noch vier Erdlöcher gebohrt, und mit Kunststoffrohren versehen, die ich ebenfalls als zusätzliche Stützen mit Beton füllen will. Ich plane auf den Boden eine Baufolie und dann den Beton auf zu bringen. Das ganze mit einer Baustahlmatte stabilisiert. Auf Grund meines Grundstückgefälles ist ein Teil des Fundaments im Boden, bzw. gegen Erdreich betoniert und ein Teil auf Höhe der Rasenkante.

Muss ich das Fundament neben der Baufolie (von unten) zusätzlich an den Seiten gegen Feuchtigkeit schützen und was würdet ihr mir empfehlen, falls es erforderlich sein sollte?

Danke schon einmal vorab und Gruß


Steffen

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Franz Ose
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Re: Kalksandsteine schneiden

Beitrag von Franz Ose »

So ein Ofensockel ist nicht besonders groß und ein „auf Länge Schneiden“ ja nur max. 1x je Seite und Schicht nötig,
so dass eine Anschaffung eines Nassschneiders, sofern du sie nicht umsonst bekommst, wirklich nicht notwendig.
Kleinformatige Steine, die im Dickbett vermauert werden, schlägt man (der Maurer)
sowieso nur mit dem Maurerhammer auf Länge. (Vorsicht, auf den Daumen anpassen).
Bei Plansteinen, also solche die im Dünnbett (mit Kleber) verlegt werden,
ist Schneiden natürlich besser, weil du bei den Stoßfugen nichts ausgleichen kannst.
Bei Steinen mit verzahnet Stirnseiten ist das Vermörteln bzw. Verkleben der Stoßfugen nicht mehr nötig.
Kauf dir eine gezahnte Trennscheibe (für Steine)
Hier ist ein ähnlicher Beitrag:
Mit solcher und davon nur einer, habe ich auch meine Schamotte für den gesamten Backraum geschnitten.
O.k. ... es staubt. Muss man ja auch nicht gerade machen, wenn Nachbar´s ihre Wäsche auf gehangen haben.
Wichtig ist die Schnitttiefe die das Gerät bewältigt. Optimal wäre halbe Steindicke.
Es geht aber auch weniger. Dann Stück für Stück mit dem Meißel bearbeiten,
bis sie an der vorgeschnittenen „Sollbruchstelle“ auseinander brechen .

Die Idee mit der „Bohrpfahlgründung“ finde ich gut :!:
Hast du einen wasserdurchlässigen sandigen Boden, kannst du die Sohle direkt darauf betonieren.
Bei schweren Böden (lehmhaltig etc.) solltest du eine 10 bis 15 cm dicke wasserdurchlässige Sand, Kies oder Splittschicht einbauen,
damit der Boden nicht auffrieren (bei Frost ausdehnen) kann.
Die PE-Folie ist als Abdichtung ungeeignet und auch nicht notwendig.
Sie soll nur verhindern, dass eventuelle Bewehrung nicht im „Dreck“ liegt und das dem Beton nicht beim Abbinden das Wasser so schnell entzogen wird.
Entscheidend ist eine gute nicht zu magere Betonmischung.
Zwischen Sohle und Mauerwerk eine Mauerwerkssperre aus Bitumenpappe oder Folie einbauen.
Wenn du dann noch das bergseitige erdberührte Mauerwerk mit einem Bitumenanstrich oder einer abdichtenden Bauschlämme behandelst,
die über die Fuge hinaus auch auf die Stirnseite der Sohle aufgebracht wird,
kann sofern wir nicht wieder eine Arche bauen müssen :wink: , nicht mehr passieren.
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Haste kleene Hände, brauchste weenich Teich, bäckste kleene Breetchen, wirste eher reich. (Sachsen´s Kultkomiker Eberhardt Cohrs)

le77st
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Re: Kalksandsteine schneiden

Beitrag von le77st »

Hallo und danke für die schnelle Antwort!

Mal sehen, wie ich mich bezüglich des Nassschneiders entscheide... ich zweifele noch, weil ich einen runden Kuppelofen mauern will und dafür alle Schamottesteine halbieren, später vielleicht sogar dritteln möchte, um die Rundung besser mauern zu können. Das wäre dann schon eine Menge.

Was das Fundament angeht, liege ich ja gar nicht ganz so falsch :lol:

Nur das mit dem Kies unter dem Fundament habe ich nicht berücksichtigt, weil mein Baustoffhändler meinte, das könne ich mir sparen. Da ich schon einen lehmhaltigen Boden habe, hätte ich hier sicherlich besser eine Lage Kies aufgebracht. So wird das Fundament jetzt direkt auf dem Mutterboden stehen... na ja... wird wohl trotzdem irgendwie klappen.

Die Seiten werde ich dann noch mit Bitumen abdichten und eine Sperrbahn unter der ersten Reihe KS-Steine hatte ich ohnehin eingeplant. Bin schon gespannt, wie es wird.

Ach ja, da ich inzwischen eine riesige Baustahlmatte im Garten liegen habe, werde ich wohl mehr als genug Material zum Armieren haben und es dann auch tun.

Ich schicke bei Gelegenheit Bilder, wenn der erste Arbeitsschritt getan ist.

Viele Grüße,

Steffen

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cum-pane
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Re: Kalksandsteine schneiden

Beitrag von cum-pane »

Gibt es bei Euch keinen Werkzeugverleih? Solche Geräte werden für eine überschaubare Pauschale + Abnutzung des Diamantblattes verliehen. Such mal danach (Gelbe Seiten oder Suchmaschine). Oft gibt es Wochenendpreise, es staubt nichts bei der Anwendung, ist leise und relativ ungefährlich. Wenn ich noch mal einen Ofen aus Schamotte mauern sollte würde ich mir jedenfalls eine Steinschneidemaschine leihen.
Cum-pane

le77st
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Re: Kalksandsteine schneiden

Beitrag von le77st »

Danke!

So sehe ich das eigentlich auch. Die Verleihpreise sind allerdings recht hoch und ich denke, dass ich oft nur am Nachmittag nach der Arbeit ein paar Steine bearbeiten kann.. ich muss mal sehen, ob ich einigermaßen absehen kann, wie viele Steine ich schneiden muss. Dann kann ich eine Säge leihen und für die Arbeiten vorschneiden. Vermutlich muss ich aber immer wieder einmal spontan einen Stein verändern. Für diese Fälle könnte man ja immer noch eine Flex nehmen.

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Franz Ose
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Re: Kalksandsteine schneiden

Beitrag von Franz Ose »

Ich habe heute für mein neues Kräuterbeet Granitborde (trocken) geschnitten, was mit dieser Trennscheibe hervorragend geklappt hat.
Beidseitig bis auf maximale mögliche Schnitttiefe geschnitten und dann gebrochen.
Mit der gezahnten, wie ich sie ein paar Beiträge davor beschrieben habe, ging es nicht.
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