Verputzen der Außenwände / Sockel bzw. Feuchtigkeitssperre

Fundamente, Sockel
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Stefan
Grünschnabel
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Verputzen der Außenwände / Sockel bzw. Feuchtigkeitssperre

Beitrag von Stefan »

Hallo,

der Ofen wächst und gedeiht, deswegen plane ich gedanklich die nächsten Schritte schon.

Beim Unterbau und auch bei der Außenwand meines Ofens sind die Steine bei stärkerem Regen immer recht nass. Es wurden zwei Sperrbahnen beim Unterbau eingebaut (1x direkt auf Bodenplatte, 1x nach der ersten Reihe). Die Feuchtigkeit kommt auch gar nicht so von unten, sondern von oben bzw. den Seiten (direkter Regen). Ich denke, das sollte sich dann aber auch etwas legen, wenn mal das Dach fertig aufgebaut ist.

Fürs verputzen wollte ich jetzt Kalkzementputz und noch ein Armierungsgewebe verwenden (wahrscheinlich vollflächig, hat mein Nachbar noch übrig), drüber dann noch ein Edelputz (voraussichtlich 2mm Körnung), diesen möchte ich bis zum Boden machen, also keinen "klassischen Sockel". Der Unterbau wird an allen Seiten mit Kies / Mineralbeton aufgefüllt und gepflastert, dazwischen lege ich noch eine Noppenbahn.
Macht es Sinn, den Sockelbereich nochmal zusätzlich abzudichten? Falls ja, mit was?

Danke und viele Grüße
Stefan

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Franz Ose
Technische Fachkraft
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Registriert: 3. Jul 2008, 20:54
Wohnort: D-14552 Michendorf

Re: Verputzen der Außenwände / Sockel bzw. Feuchtigkeitssperre

Beitrag von Franz Ose »

Im Normalfall wird die senkrechte Abdichtung , die eigentlich auch an den Fundamenten gemacht wird, bis ca. 30 cm über dem Geländeniveau weitergeführt.
Wegen Probleme bei der Ausführung wird in der Regel jedoch darauf verzichtet und die bituminöse Abdichtung der Fundamente (auf die wir einfacherweise verzichtet haben *) nur bis Geländehöhe ausgeführt.
*) geht natürlich nur wenn man die Fundamente nicht gegen Erdreich betoniert.

Oberhalb Gelände (im Spritzwasserbereich) wird ein wasserabweisender Sockelputz der Mörtelgruppe II (Kalk-Zementputz mit wasserabweisenden Zusätzen) aufgebracht.
Um eine bessere Haftung zu gewährleisten kann es sinnvoll sein, das Mauerwerk mit eine entsprechende Grundierung zu behandeln.
Einfach mal lesen was die Verarbeitungsrichtlinien des gewählten Materials erfordern.

Somit ist im Großen und Ganzen deine vorgeschlagene Variante völlig o.k.
Bild

Haste kleene Hände, brauchste weenich Teich, bäckste kleene Breetchen, wirste eher reich. (Sachsen´s Kultkomiker Eberhardt Cohrs)

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