Feuchtigkeitssperre

Fundamente, Sockel
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Sven
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Feuchtigkeitssperre

Beitrag von Sven »

Hallo ,
bei der Durchsicht der Beiträge ist mir ein Detail aufgefallen .
Villeicht ist es eine dumme Frage aber sie ist nunmal aufgetaucht .

Gegen aufsteigende Feuchtigkeit braucht es ja eine Sperre direkt unter der ersten Steinreihe und eine weitere in 30 cm höhe .
Soweit alles klar , nun habe ich bei einigen Beiträgen gesehen das Mischung UNTER der Dachpappe aufgetragen wurde also auf der Fundamentplatte.
Ist das nötig bzw . welche Funktion hat dieses ?
Ich hätte jetzt einfach die Dachpappe aufs Fundament gelegt und darauf die erste Reihe Steine in Mischung ausgerichtet.

Gruß Sven

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Franz Ose
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Re: Feuchtigkeitssperre

Beitrag von Franz Ose »

Die Mischung (dünne Plürre nicht Lagerfuge) unter der ersten Lage sorgt für eine gewissen Haftverbund und vollflächige Auflage. Stöße ca. 15 cm überlappen.
Du kannst sie auch mit einem Bitunmenkleber aufkleben oder wenn möglich aufschweißen.
Nur eben lose verlegen würde ich sie nicht.
Bild

Haste kleene Hände, brauchste weenich Teich, bäckste kleene Breetchen, wirste eher reich. (Sachsen´s Kultkomiker Eberhardt Cohrs)

Sven
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Re: Feuchtigkeitssperre

Beitrag von Sven »

ok ,
wieder was gelernt :)
Gruß Sven

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steinbackofenfreund
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Re: Feuchtigkeitssperre

Beitrag von steinbackofenfreund »

Sven hat geschrieben:... nun habe ich bei einigen Beiträgen gesehen das Mischung UNTER der Dachpappe aufgetragen wurde also auf der Fundamentplatte.
Ist das nötig bzw . welche Funktion hat dieses ?
Ich hätte jetzt einfach die Dachpappe aufs Fundament gelegt und darauf die erste Reihe Steine in Mischung ausgerichtet.

Gruß Sven
Wenn deine Fundamentoberfläche planeben ist, brauchst du unterhalb der Sperre kein Bettungsmaterial.
Dadurch wirst du auch nie eine sichere Verbindung erhalten - ist auch garnicht notwendig.

Sperrbahnen aus Bitumen werden heute kaum noch verwendet, vielmehr ist heutzutage die Verwendung von
Polyethylen-Mauerwerk-Sperrbahnen und EPDM-Bahnen Stand der Technik (wasserdicht, verrottungsfrei,
UV-stabilisiert, ungiftig und wiederstandsfähig gegen im Boden vorkommende Säuren, Laugen und Salze.)
Gruß vom steinbackofenfreund
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Franz Ose
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Re: Feuchtigkeitssperre

Beitrag von Franz Ose »

schau mal hier nach

Horizontalsperre Mauerwerk

Nicht alle Kunststoff-Folien sind für Abdichtungen in Mauerwerk geeignet. Viele als Horizontalsperren am Markt angebotene Kunststoff-Folien erfüllen, weil sie zu dünn sind, nicht die Anforderungen an Hotizontalsperren in Mauerwerksquerschnitten, die von DIN 18 195 Teil 4 gestellt werden. Dies hat das Ingenieurbüro Axel C. Rahn (Berlin) in seinem neuesten "Bauphysik-Newsletter" festgestellt.

Das Büro schreibt, DIN 18 195 Teil 4 enthalte keine Mindestdicke für Kunststoff-Folien. Sie führe vielmehr nur genormte Kunststoff-Folien auf und verweise dann auf die entsprechenden Material-Normen. Gehe man diesen Verweisen nach, so ergäben sich folgende Mindestdicken:
- DIN 16 729: ECB d = 1,5 mm,
- DIN 16 935: PIB d = 1,5 mm,
- DIN 16 937: PVC-P d = 1,2 mm,
- DIN 16 938: PVC-P d = 1,0 mm.

Aus DIN 18 195 Teil 4 ließe sich, so schreibt das Büro weiter, deshalb herleiten, dass nur solche Kunststoff-Folien für Horizontalabdichtungen geeignet seien, die entsprechend den in der DIN 18195 Teil 4 genannten Normen hergestellt wurden und diesen entsprechen.

Quelle : BBG News Juli 2001


Aber bei so einem Gartenprojekt sollte man das ganze auch nicht so verbissen sehen.
Bild

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steinbackofenfreund
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Re: Feuchtigkeitssperre

Beitrag von steinbackofenfreund »

Franz Ose hat geschrieben: ... Aber bei so einem Gartenprojekt sollte man das ganze auch nicht so verbissen sehen.
sehe ich genauso. Besorg dir auf einer Baustelle in der Nähe ein paar Reste und dann langt das allemal.
Gruß vom steinbackofenfreund
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