Frage zur Betonplatte auf Unterbau

Fundamente, Sockel
Antworten
andreas
Praktikant
Beiträge: 40
Registriert: 28. Apr 2011, 13:06

Frage zur Betonplatte auf Unterbau

Beitrag von andreas »

Hi!

So, dank der freien Tage konnte ich am Unterbau weiterarbeiten. Den eigentlichen Ofen plane ich noch, wobei das Gerüst eigentlich schon feststeht. Bin nächste Woche noch bei einem Schmied, aber das ist ein anderes Thema. Meine versprochenen Skizzen folgen noch. Knobel noch ein wenig, da ich auch räuchern will etc.

Zur eigentlichen Frage:

Die Bodenplatte ist aufgrund der Örtlichkeiten nicht rechteckig, sondern etwas trapetzförmig (ca. 160x170x170). Aber das ist nicht das Problem bzw. meine Frage.
Ich habe Porotonsteine verbaut (s. Bild) mit zusätzlichen Betonstützen (armiert). Auch in den Porotonsteinen habe ich Beton + Armierung eingebracht (gibt extra Löcher dafür). Stabil dürfte also alles sein. Nun will ich die Betonplatte giessen. Ist es ratsam, auf den Porotonsteinen noich eine Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit einzubringen? Ich würde mir das eigentlich gerne sparen, da ich die Löcher der Steine als zusätzliche Stabilität durch das Giessen des Betons nutzen würde. Die Porotonsteine sind natürlich mit Bitumen seitlich geschützt (incl. Hohlkehle am Boden, die auch mit Bitumen geschützt ist). Gesandete Teerbahn plus Styropor als Seitenschutz kommt noch dazu.
Ich würde die Schalung sogar so anbringen, dass ein Über-bzw. Unterstand von 2-3cm entsteht (die Protonsteine werden sozusagen noch in der Betondecke eingegossen).
Ist das sinnvoll? Der eigentliche Ofenaufbau folgt dann noch (ev. 20cm Porenbeton oder Lehm, dann eine Sandschicht als Ausgleich und dann 6-8cm Schamottendicke).
Dicke der Betondecke incl. Armierung: ca. 10cm

Besten Dank!!

P.S. wie sich das Foirum entwickelt, ist schon cool!

P.P.S. Blumenkübel und co verschwinden natürlich noch ;-)
Lehmofen_1.jpg
Lehmofen_1.jpg (118.42 KiB) 6181 mal betrachtet

Matten
Praktikant
Beiträge: 39
Registriert: 23. Apr 2011, 22:34

Re: Frage zur Betonplatte auf Unterbau

Beitrag von Matten »

Hallo Andreas


Ich verstehe das mit den Betonstürzen nicht so ganz,wozu brauchst du die ?

Ich hätte das jetzt so wie es ist eingeschalt mit Bewerungsstahl natürlich und eine Sperrschicht brauchst du dafür auch nicht.

Ich wollte es anfangs auch mal mit Betonstürze machen bis ich die Preise gesehen habe also am besten selber mischen,habe einen alten B25 Beton

mit 2 Baustahlmatten und 5 x 1,2 cm dicke Stahlstäbe drinnen bei einer Deckenhöhe von ca 14 cm.


Gruß Matten

Benutzeravatar
Franz Ose
Technische Fachkraft
Beiträge: 1665
Registriert: 3. Jul 2008, 20:54
Wohnort: D-14552 Michendorf

Re: Frage zur Betonplatte auf Unterbau

Beitrag von Franz Ose »

Wozu eine Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit ?
Du hast die Wand von außen bituminös incl. Hohlkehle abgedichtet. Von wo soll die aufsteigende Feuchtigket in´s Mauerwerk kommen, wenn nach außen alles dicht ist !
Natürlich von unten. Du hättest unter der ersten Schicht eine Sperre einbauen müssen.
Ob es auch ohne geht, kann ich jetzt schlecht sagen.
Da du deinen Ofen in den Hang hinein gebaut hast, kann es durchaus sein, dass sich auf der hangseitigen Wand im ungünstigen Fall Wasser anstaut und die Bodenplatte durchfeuchtet und dann auch dir Porotonstürzen Wasser ziehen. Bei durchlässige, sandigen Böden eher nicht, bei bindigen Böden die das Wasser lange haltrn, kann es aber schon eher passieren.
Mauerwerk kann auch schon mal durchfeuchten werden - kein Problem- , sollte jedoch trocken sein, wenn Frost mit im Spiel ist.
Du musst einfach dafür sorgen, dass an der Rückseite der Wand kein Wasser stehen bleibt. Entweder eine richtige Kiespackung dahinter einbauen oder zumindest ein Dränagerohr (geschlitztes Kunstoffrohr) u-förmig am Rand der Bodenplatte einbauen. Hinten der höchste Punkt und dann beidseitig am Ofen nach vorn mit Gefälle.
Ob das ausreicht musst du entscheiden, denn du kennst die Bodenverhältnisse bei dir am besten.
Die Austeifungsstützen hättest du nicht machen brauchen. Ganze Häuser werden gebaut ohne zus. Betonstützen. Sinnvoll ist es nur wenn punktuell Lasten aus z.B. Stahlbetonbalken in das MW abgeführt werden müssen (und da meine ich aber solche von 50x50 cm) oder aber lange Wände oder Brüstungen die keine Queraussteifung haben.
Bild

Haste kleene Hände, brauchste weenich Teich, bäckste kleene Breetchen, wirste eher reich. (Sachsen´s Kultkomiker Eberhardt Cohrs)

andreas
Praktikant
Beiträge: 40
Registriert: 28. Apr 2011, 13:06

Re: Frage zur Betonplatte auf Unterbau

Beitrag von andreas »

Hi!

Unter der ersten Steinreihe ist natürlich eine gesandete Dachpappenschicht gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Hatte ich vergessen zu schreiben, sorry. Da ich noch gesandete Teerpappe an den Aussenwänden anbringe, die ich mit Styropor gegen eindrückende Steine etc. schütze (so hat es unser Hausbauer auch gemacht), dürfte somit nichts passieren. Das mit der zweiten Sperre wollte ich ja abklären, weil ich mir nicht sicher war. Schliesslich baue ich kein Haus... Danke ersteinmal hierfür.
Die Aussteifungen sind nur aus "Angst" eingebracht. Die eigentliche Betondecke wird natürlich bewehrt.

Viele Grüße
Andreas

P.S: Unter der Bodenplatte ist eine dicke Kiesschicht und seitlich, sowie ca. 20cm unterhalb der Bodenplatte ist auch noch ne Teerpappe. Die ist mit der Hohlkehle komplett "verbitumiert".

Benutzeravatar
Franz Ose
Technische Fachkraft
Beiträge: 1665
Registriert: 3. Jul 2008, 20:54
Wohnort: D-14552 Michendorf

Re: Frage zur Betonplatte auf Unterbau

Beitrag von Franz Ose »

Sehr gut !!!
Bild

Haste kleene Hände, brauchste weenich Teich, bäckste kleene Breetchen, wirste eher reich. (Sachsen´s Kultkomiker Eberhardt Cohrs)

Antworten

Zurück zu „3. Der Unterbau“