Fragen für die Planung

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Joerg
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Fragen für die Planung

Beitrag von Joerg »

Hallo Zusammen.

Ich beuge mich nach 10 Jahren der "Obrigkeit" und plane einen Backofen. :D
Da ist die Seite mit den Tipps für den Ofenbau wirklich eine Goldgrube.
Ich habe alle Beiträge zum Thema Dämmung gelesen. In den einzelnen Beiträgen wird von 3 cm Dämmung zwischen Backraum und Aussenwand gesprochen. Da ich nur eine Fläche von L= 1,34m und B= 1,06m habe will ich keinen Backraum "verschenken". Deshalb mein Frage an Euch wieviel Dämmung muss ich mindestens zwischen Backraum und Aussenwand haben.

Welches Material eignet sich für den Mindestzwischenraum am Besten.

Gruß Joerg
Zuletzt geändert von Joerg am 15. Jun 2009, 16:25, insgesamt 2-mal geändert.

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Robi
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Beitrag von Robi »

Guten Abend Jörg,

toll das du dich der "Obrigkeit" gebeugt hast :lol: :lol: :lol:

Ich würde dir als Dämmung ( selbst verwendet) eine feuerfeste Dämmwolle empfehlen. Darüber je nach Bauart eine Kiesschüttung und Auflage von losen Klinkersteinen. Kannst du auf meiner HP www.backofenrobi.de nachlesen und schauen.

LG Robi

8)
Ich lebe jetzt und habe Gefallen daran!
http://www.backofenrobi.de

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Eifelbaecker
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Beitrag von Eifelbaecker »

Hallo Joerg,

zur Dämmung kannst Du im Außenbereich eigentlich "alles Mögliche" nehmen. Z.B., so wie es früher gemacht wurde, einfaches Papier von den Zementsäcken. Darüber einfach eine 2.Schicht Ziegel gemauert. Das reicht vollkommen aus.

Im Gebäude reicht das natürlich auch, aber da würde ich Dir, wie Robi schon schrieb, Dämmwolle empfehlen. Gut geeignet ist hier Steinwolle oder Isover Akustic. Damit hast Du alle Brandschutz-Bestimmungen erfüllt und bist auf der sicheren Seite.

Gruß
Holger

Abroller
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Beitrag von Abroller »

Hallo Jörg

Bei meinem Ofen habe ich als Dämmung ca 12 cm Maurersand zwischen dem Schamott -Gewölbe und den Aussenklinkern (Backsteine) verwendet.Der Dachstuhl wurde mit Steinwolle isoliert.
Dies hat sich meiner Meinung nach bewährt.

Gruss Reiner

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Joerg
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Bisherige Überlegungen

Beitrag von Joerg »

Hallo ihr Robi, Eifelbaecker und Abroller

Vielen Dank für die Rückmeldungen. Bei den Planungen entstehen mehr Fragen als Antworten. Der Backofen wird im Freien stehen.
(Ich weiss nicht ob dies bei dem ersten Post erkennbar war.)

Bisher habe ich folgendes überlegt:

01. Fundament 15 - 20 cm stark
02. Unterbau aus Ytong mit 11,5 cm Stärke
03. Betonplatte 10 cm stark.
04. Aussenwände aus Klinker als Sichtmauerwerk im NF Format
05. Backofenkörper als Gewölbe aus Schamottsteinen im NF Format
06. Kamin im vorderen Bereich.
07. Isolierung zum Beton mit 2x 20mm oder 30mm Promatplatte
(Reicht das aus? Oder gibt es etwas besseres?)
Ich möchte einen allzuwuchtigen Aufbau vermeiden und günstig soll er auch noch sein. Ich habe nur ein eingeschränktes Budget zur Verfügung.
08. Abstand Backofenkörper zur Aussenwand 30mm.
09. Für einen besseren Zug in der Anheizphase eine Luftzufuhr im hinteren Bereich.
10. Isolierung der 30mm mit feuerfester Steinwolle.
11. Isolierung über dem Backkörper mit stopfbarer loser Steinwolle.
12. Kamin als Sichtmauerwerk mit Klinker gemauert und ca. 175 - 180 cm² (entspricht ca. Ø 150) und evtl. Abschlußhaube.

Auf eine Dachrinne verzichte ich noch. :D

Der Dachstuhl soll mit Folie bespannt und Ziegel gedeckt werden. So dass kein Regen in die Dämmung laufen kann.

Folgende Fragen habe ich momentan:

- Falls trotzdem einmal Regen in die Dämmung läuft trocknet die wieder durch den Backbetrieb?
-Habt ihr eine Trenn- oder Dehnungsfuge zwischen dem vorderen Backraum und dem Mauerwerk
-Wie habt ihr hinten die Schamottsteine gemauert.
(In das Gewölbe rein oder einfach hinten angesetzt. Was ist besser?
- Wie trennt ihr den Schornstein während des Backbetriebs vom Backraum?

Gruß Joerg

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Eifelbaecker
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Beitrag von Eifelbaecker »

Hallo Jörg,

zu 1. Du solltest/must das Fundament frostsicher bauen! Sonst hast Du nicht
viel freude an Deinem Ofen. 20cm reichen da nicht!

zu 2. 11,5er Ytong? nehm besser 24er Protonziegel. Das macht vom Preis
her fast keinen Unterschied. Und es wird viiiiiel stabiler.
zu 3. ich würde eine min. 15 cm dicke Platte gießen. Rechne mal das ganze
Gewicht, was da aufliegt.
4. ok
5. ok
zu 6.
sofern ok, wenn du einen aufliegenden Zug mauerst, der von hinten
nach vorne geführt wird.
zu 7. ist eigentlich unnötig!
zu 8. Das ist etwas knapp bemessen! Man sollte über das Gewölbe eine
Schicht Ziegel mauern. dazwischen sollte eine Dämmung.
ca. 13,5 cm musst Du schon lassen
zu 9. Das kann man so machen. kommt ganz darauf an wie der Zug
gebaut wird. Normalereise zieht ein Backofen von vorne nach
hinten.
zu 10. & 11. siehe Punkt 8.
zu 12. frag doch mal einen Schornsteinfeger ganz unverbindlich. Der kann
Dir sagen, welcher Querschnitt ok ist.

Schau Dir mal folgende Bauanleitung an:
http://holzbrotofen.de/holzbrotofen/sel ... -druck.htm

Ich baue meinen Ofen danach. Hier werden Deine Fragen eigentlich alle beantwortet.

Gruß
Holger

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Joerg
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Fragen zum feuerfesten Mörtel

Beitrag von Joerg »

Hallo Zusammen

Ich habe mit einem Bekannten gesprochen, der schon einen Backofen gebaut hat.

Er hat mir gesagt, dass er einen keramisch bindenden Mörtel benutzt hat.
Der Mörtel hätte Tage gebraucht zum Abbinden und hätte starke Schwundrisse durch die hohen Sommertemperaturen bekommen.
Er hat dann aus "Angst" einen Teil wieder abgerissen und neu gemauert.

Ich habe mich im Internet einmal etwas schlauer gemacht.

Es gibt den keramisch abbindenden; den hydraulisch-keramisch und den
chemisch abindenden feuerfesten Mörtel.

Kennt sich einer von euch damit aus und kann mir die Unterschiede verständlich erklären? Welchen Ausführung des Schamottmörtel habt ihr benutzt?
Welcher ist am Besten für welche Fälle geeignet?

Gruß Joerg

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wuddel
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Beitrag von wuddel »

Also ich bin gerade am Bauen eines "Kuppelofen". Bei mir wurde ein Sandhaufen aufgeschüttet und dann darum eine Kuppel aus Feuerbeton geformt. Dieser ist hydraulisch und keramisch abbindend. Auf der Verpackung waren auch die genaue Anleitung zum anmischen und trocknen.

Zum vermauern kann ich dir leider keinen Tipp geben aber ich habe gute Auskünftge HIER bekommen.

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Franz Ose
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Beitrag von Franz Ose »

Zu 1.
Frostsicherheit erreichst du nur, in dem du das Fundament bis in den frostfreien Bereich gründest
– also Lastabtragung über Streifenfundamente
(ca. 10 cm breiter als das darüber angeordnete „tragende“ Mauerwerk und ca. 80-100 cm tief)
Eine Fundamentplatte ist somit nicht erforderlich und nur konstruktiv als Fußboden auszubilden,
wenn du z.B. ein Holzlager oder ähnliches unter dem Ofen errichten möchtest.
Dann reichen aber auch schon 7-10 cm Dicke. Um sicher zu gehen kannst du unter der Sohle noch 10-15 cm Kies einbringen
Da ich bei meinem Ofen vorne (Holzlager) und hinten eine Öffnung (Ascheraum) angeordnet habe,
waren bei mir nur Streifenfundamente an den Längsseiten erforderlich.

Zu 2.
Gegen Ytong (Porenbeton) gibt es nichts einzuwenden. Torbogen etc. lassen sich viel einfacher als bei Poroton (Ziegel) ausbilden.
24 cm sollten die tragenden Wände des Sockels aber schon sein.

Zu. 3.
Da du keinen Vollklotz als Unterbau herstellst, musst du bei Ausbildung der Platte diese auch unterseitig schalen.
Schalholz, Fertigbeton oder Zement und Kies, Bewehrung und die ganze Arbeitszeit.
Günstiger Stahlbetonhohldielen (auch Stoltedielen genannt) gibt es in 8 und 10 cm Dicke.
Länge ab 80 cm im 10 cm Raster. Breite 33,3 cm.
Außenmauerwerk (d=24 cm) im Deckenbereich nur d=11,5 cm ausbilden.
Somit hast du innenseitig ein Deckenauflager und außenseitig eine gemauerte Randabschalung..

4. und 5.
o.K. jedoch auf Trennfuge zwischen Innen- und Außen-MW achten.

6.
Kamin im vorderen Bereich: wenn er aus Stahlblech oder ähnliches sein soll dann o.K
.. Jedoch im hinteren Backofenbereich unbedingt Öffnung für Frischluftzufuhr anordnen.
Sauerstoff muss einmal quer durch den Ofen, damit es richtig brennt.

7.
Es gibt zwei verschiedenartig auszubildende Dämmungen am Backofen.

Die erste, unterhalb des Backraumes.
Da der Backraumboden mit feuerfeste Steine oder Platten ausgelegt werden muss,
ist hier eine druckfeste nicht brennbare Dämmung zu verwenden.
Das geht von der einfachen Kiesschüttung, einem Stroh-Lehm-Gemisch,
quer ausgelegten Hochlochziegeln (Steine seitlich legen damit die Löcher horizontal liegen) bis hin zu teuren Promat-Platten.
Mein Tipp, preiswert und effektiv:
Hochlochziegel 2 DF (24,0x11,5x11,3 cm) , oder Porenbeton (Gasbeton) im Mörtelbett, oberseitig plan
2-3 cm Ausgleichsschüttung aus Schamottemehl oder Perlite darüber, glatt abziehen und Schamotteboden darauf auslegen.
Bei Porenbeton, wenn absolut plan verlegt, ist keine Schüttung erforderlich.

Die zweite Dämmung, ist die Dämmung um das Gewölbe herum.
Im Prinzip ähnlich, wobei Promat aus Kostengründen unangebracht ist.
Empfehlenswert sind druckfeste Steinwollplatten.
Dämmdicke ist so eine Sache, kommt darauf an was man von seinem Ofen erwartet.
Ich denke die unterste Grenze sollte 5 cm sein.
8.
ergibt sich aus deiner gewählten Dämmung.

9.
siehe Pkt. 6

10.
unter der Bodenplatte unangebracht, siehe Pkt.7

11.
nur, wenn du darüber nicht mauerst und es sich um einen geschlossenen Raum handelt.
Also Wände allseitig bis unter das Dach hochgezogen.

12.
Gemauerter Kamin vorne, erfordert Lastabtragung über eine Türöffnung.
Bedeutet Stürze über der Öffnung anordnen, beidseitig MW-Auflager ausbilden.
Fertigteilstürze in der Hintermauerung, in der Klinkerschale (sichtbarer Bereich) selber Stürze mauern....
Einfacher und kostengünstiger Schornstein hinter dem Gewölbe auf dem Außenmauerwerk anordnen.
(Frischluftzufuhr dann aber vorn)
Oder aber wie Pkt. 6
Querschnitt ist o.K.

Dachrinne ... hab ich auch nicht.
Ergibt zwar kleine Regenrinne im Boden aber was soll´s.


Ich habe für mein Gewölbe Schamotte mit Lehm vermauert.
Dem Lehm wurde etwas Schamottemehl beigemischt.
Bei der Trocknung entstehen zwar ein paar unbedeutende Haarrisse,
die jedoch keinen Einfluss auf die Standfestig- und Funktionstüchtigkeit haben.
Nutze bitte auch mal die Suchfunktion dazu (Schwundrisse)
Das Gewölbe ist bereit durch den Trocknungsprozess standsicher.
Seine Endfestigkeit erreicht es durch Hitzeeinwirkung .
An meinem Ofen (mittlerweile 3 Jahre alt) sind noch alle Fugen wie am ersten Tag.

Gmc-Typhoon
Grünschnabel
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Ein paar Fragen für die Planung

Beitrag von Gmc-Typhoon »

Hallo zusammen.

Das Ofenfieber hat mich gepackt, und bevor der Sommer endet soll das Projekt Ofen fertiggestellt werden.
Der Ofen soll mit ein paar Abweichungen wie Robi's Ofen aufgebaut werden.
Der unterbau bis zur Betonplatte ist kein Problem, aber dann kommen die Fragen.
Ich fang einfach mal an.
1. Z.B, Umrandung 3 Reihen mauern, KS Steine als Dämmung längs nur lose auf die Betonplatte auslegen, 4 cm Feiner Kies dann Schamott, fertig? Wird auf den loosen Schichten dann der Brennraum aus Schamott gemauert ??? Oder habe ich das falsch verstanden?

2. Sollen das die KS Steine mit den Löchern sein , sind hier im Baustoffhandel nur ohne zubekommen oder kann ich auch eine Lage 10er Yton Steine legen und dann Sand?

3. Fugenbreite beim Brennraum, beim Gewölbe Steine Hochkannt?

4. Rückwand Brennraum in das Gewölbe rein oder vor mauern?

5. Kaminrohr welcher Durchmesser ? welches Material ?

6. Werden im Backraum auf der Schamottschicht (Boden) noch zusätzlich schamottplatten oder Backplatten gelegt, Wie dick oder geht es auch ohne?

7. Die Schamottsteine hier im Baustoffhandel haben die Formate 250x124x32 mm oder 250x124x64 mm, welche soll ich für den Boden und für das Gewölbe benutzen?
Welchen Mörtel soll ich für die Schamottsteine benutzen?
8. Dämmung auf der Wölbung und an den Seiten:
Da der Ofen unter einem verlängerten Vordach stehen soll wollte ich die Wölbung nach der Dämmschicht so wie Schorsch das gemacht hat verputzen. Später dann Reibeputz oder ??? Reicht die Dämmung dann aus ? Wie Hitzebeständig müssen die Steinwollplatten sein, gibt es eine Bezeichnung?
Wie groß soll der Abstand zwischen den Außenwänden und Brennraum für die Dämmung sein? Z.B bei 6 cm Dämmung 6cm Abstand oder Dämmung etwas drücken?

So das reicht erst mal,
Gruß Sascha

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Franz Ose
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allemeienFragen zur Konstruktion

Beitrag von Franz Ose »

KS-Steine haben keine Dämmfunktion.
Zur Erklärung: alles was leicht ist dämmt und alles was schwer ist speichert.
Das heißt: die KS-Steine werden unter dem Backofenboden als zusätzlicher Wärmespeicher eingebaut.
(Unsere Großeltern haben sich damals einen heißen Stein als Wärmespender mit in´s Bett genommen)
Nach dem o.g. Prinzip sind demzufolge die Steine „ohne“ Löcher besser.
Um Wärmeabstrahlung nach unten und damit Energieverlust zu vermeiden,
ist es angebracht unterhalb des Speicherbodens eine druckfeste Dämmschicht einzubauen.
z.B. Schaumglasplatten, Porenbetonsteine (Ytong, Hebel ...) oder ....
Sand oder andere Schüttungen würde ich nur in dem Maße aufbringen,
wie sie für ein kippelfreies Verlegen des Backraumbodens notwendig sind.
3,2 cm dicke Schamotteplatten auf 11,5 cm KS-Schicht und darunter liegender Dämmung (z.B. 10 cm Ytong) reichen,
wenn dann auch noch das Gewölbe gut gedämmt ist, nach meinem Empfinden aus
Der lose verlegte Backraumboden wird nicht unter die Wände, sondern nur zwischen ihnen verlegt.
Damit sich der Boden ausdehnen kann, ohne auf die Wände einen Druck auszuüben,
in den Randbereichen ca. ½ cm Fuge lassen und mit Sand oder Schamottemehl verfüllen.
Das Mauern der Wände eher als Kleben ausführen. Also dünne Fugen 2-3, max. 5 mm.
Steine ruhig mit dem Hammer richtig festklopfen, bis kein Mörtel mehr rausquillt.
Beim Gewölbe Steine hochkant, liegend vermauern (h=12,4 cm).
Gewölbe über die Vorder- und Rückwand ausbilden (zusätzliches Auflager).
Die konstruktionsbedingten breiteren Fugen auf der Außenseite,
sofern keine keiligen Steine verwendet werden, mit Bruchstücke auffüttern.
Fugen sind immer ein Makel jeder Konstruktion , aber mitunter notwendig. Also Volumen immer so gering wie möglich halten.
Abstand zwischen Backraumwand und Vormauerung so wählen, dass die einzubauende Dämmung gut dazwischen passt.

Das sollte für´s erste reichen.

Zur Frage der Gewölbedämmung (nichtbrennbare Mineralfaser), des Mörtels und des Schornsteinquerschnittes
gibt es im Forum schon einige Beiträge, die du über den entsprechend Suchbegriff leicht finden kannst.

Sollte dann noch Fragen offen sein. Wir stehen gerne Rede und Antwort.

Gmc-Typhoon
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Beitrag von Gmc-Typhoon »

Hallo Franz Ose,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich habe mir gerade noch mal dein Ofen angesehen und bin zu dem Entschluss gekommen die Wölbung auch mit Lehm zu gestallten. Das gefällt mir sehr gut, jetzt muß ich nur sehen wo ich hier Lehm bekommen kann?
Gibt es schon einen Post, wie man Lehm mit Stroh richtig mischt und verarbeitet? Wird noch was anderes darunter gemischt?
Wie dick wird denn die Lehmschicht auf der Dämmung aufgetragen u.s.w.?

Gruß Sascha

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cum-pane
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Lehmdämmung

Beitrag von cum-pane »

Hallo Sascha,
die Stroh-Lehmschicht ist selbst die Dämmung, Du musst keine zusätzlichen Dämstoffe auf dem Gewölbe verbauen. Bei mir ist die Schicht etwa 25cm dick. Auch bei sehr heißem Ofen schläft die Katze ganz entspannt auf der Ofenhülle, es wird dort nur handwarm.
Der flüssige Lehm, der eine Konsistenz wie "Sächsische Kartoffelsuppe" haben soll, wird mit kurz gehächseltem Stroh vermengt. Wenn die Mischung zu dünn wird läuft sie weg, bei zu viel Stroh wird es nicht ausreichend benetzt und ist dann gelb und nicht lehmig. Einfach ausprobieren. Eine Kaninchendraht-Armierung unter der letzten Lehmschicht erspart Rissbildung. im übrigen ist Lehm sehr hautfreundlich und gut zu verarbeiten. Er muss aber vor Regen geschützt werden.
Viel Erfolg
cum-pane

Gmc-Typhoon
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Beitrag von Gmc-Typhoon »

Hallo,
danke Cum-Pane ich werde es mal vesuchen wenn es soweit ist.
Ich verstehe den Bodenaufbau noch nicht so ganz.
Ich zähle einfach mal auf:
1. Ich erselle eine Umrandung auf der Betonplatte.
2. Ich fülle den Bereich mit Yton-Steine 10 cm dick aus.
3.Eine Ausgleichsschüttung mit Quarzsand ca. 3cm?
4. Schamottsteine 6.4cm dick x 12,4x25.
An welcher Stelle wird das Gewölbe angefangen, auf den Yton-Steinen?
Werden die Yton-Steine schwimmend oder im Mörtelbett verlegt? Sollte ich noch eine KS-Stein Lage einbauen?
Ich habe Angst, wenn ich irgendeinen Schritt falsch mache, daß dann irgendwo Risse entstehen könnten.
Ich hoffe ich nerve euch nicht.
Vielen Dank,
Gruß Sascha.

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Franz Ose
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Beitrag von Franz Ose »

Ytong-Steine im Mörtel,
darauf die Wände des Gewölbes,
dazwischen Ausgleichsschüttung und Schamotte.
Zu den aufgehenden Wänden des Gewölbes 1/2 cm Fuge lassen und mit Quarzsand oder anderer feinkörnoger Schüttung verfüllen.

Gmc-Typhoon
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Kamindurchmesser?

Beitrag von Gmc-Typhoon »

Hallo,
ich habe angefangen meinen Ofen zu bauen.
1.Bauabschnitt: Das Podest bis Betondecke ist fertig, muß nur noch die Klinker verfugen.
Bilder folgen später.
Kann mir jemand sagen wie groß der Kamindurchmesser sein soll?

Ich wollte einen runden Edelstahlkamin im vorderen Bereich des Ofens einbauen und an der Rückseite eine Luftklappe. Bei Eurokamin gibt es Edelstahl Wandfutter mit einer Wandstärke von 0,6mm , kann man die zum einmauern ins Schamottgewölbe benutzen? Dann könnte ich später das Kaminrohr in passender Länge mit einer Drosselklappe einsetzen.
Wie habt ihr das Kaminrohr in das Schamottgewölbe gebastelt?

Bitte um ein paar Ratschläge
Vielen Dank schon mal,
Gruß Sascha

Gmc-Typhoon
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Fast vergessen

Beitrag von Gmc-Typhoon »

Hallo nochmal,
Ich wollte nur noch ein paar Maße von meinem Ofen angeben.
Backfläche ca. 62,5 x 100 cm Höhe ca. 40- 45 cm .

Gruß Sascha

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Schorsch
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Beitrag von Schorsch »

Hallo Sascha,

ich hab ein Ofenrohr D=150 gewählt und bisher funktioniert alles tadellos.

Näheres auf meiner HP: http://www.netzbrot.de/node/12

Gruß
Schorsch

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elsapfirsich
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Re:

Beitrag von elsapfirsich »

Eifelbaecker hat geschrieben:
14. Jun 2009, 06:54
Hallo Joerg,

zur Dämmung kannst Du im Außenbereich eigentlich "alles Mögliche" nehmen. Z.B., so wie es früher gemacht wurde, einfaches Papier von den Zementsäcken. Darüber einfach eine 2.Schicht Ziegel gemauert. Das reicht vollkommen aus.

Im Gebäude reicht das natürlich auch, aber da würde ich Dir, wie Robi schon schrieb, Dämmwolle empfehlen. Gut geeignet ist hier Steinwolle oder Isover Akustic. Damit hast Du alle Brandschutz-Bestimmungen erfüllt und bist auf der sicheren Seite.

Gruß
Holger


wir haben seinerzeit die zweite Schicht des Ziegels gelegt und das war genug

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